Reisekunst – 2. Piedmont, Nord Italien

2. Cascina Brosso; Pecco in Valchiusella, Piedmont, Nord Italien

Der magisch lateinamerikanisch italienische Abend:
Für Anne & mich ging es heute Abend ins Nachbardorf Pecco. Denn im Frauenhaus „Circolino“ gab es für uns die Möglichkeit unsere Show „Wohin“ zu zeigen. Anne´s zweite Tour durch die Serpentinen führt uns sicher zum Ziel irgendwo im Nirgendwo. Dort werden wir von einer netten Frau angesprochen und nach italienisch/englischen Kommunikationsschwierigkeiten finden wir heraus, dass sie mit Paola Berton befreundet ist und die italienische Hoopconvention mitorganisiert.
– Die Welt ist ja so klein –
Weiter in den Vorbereitungen! Uns erwarten sehr nette Menschen, die uns herzlichst empfangen. Alle versuchen ihr Bestes mit Sprache, Händen und Füßen, um uns bei den Vorbereitungen zu helfen. Eine wunderschöne Terrasse mit Ausblick auf die Berge ist unsere Bühne. Noch tummeln sich viele Junge und Alte auf dieser Terrasse und feiern eine Hochzeit. Der Geräuschpegel ist italienisch.
Die Technik steht. Langsam setzt die Dämmerung ein, perfekt für unser Stück. Jedoch sieht es so aus, als ob ein Gewitter aufzieht. „Aber nicht bis hier her“ werde ich mit einem Lächeln im Gesicht beschwichtigt.
Wir lernen die zwei südamerikanischen Musiker kennen, die nach uns ein Konzert geben. Eine sehr sympathische Begegnung. Der Soundcheck findet statt und die Musikbox hat einen Wackelkontakt, ahhh. Aber alle beruhigen mich und machen uns Mut. Die Ruhe vor dem Sturm bereitet sich spürbar aus.
Unsere Freunde Simone, Frida, Jonathan, Laura, Lars und Michel treffen ein und auch der Ort füllt sich mit neuen Gästen. Fast alle kennen sich und die Stimmung ist ausgelassen.
Nach anfänglichen Musikwacklern, wie befürchtet, fangen wir noch einmal von Vorne an. Und dann läuft es großartig! Die Zuschauer sind gepackt. Für uns ein ganz besonderer Moment. Viele führen in dieser Gegend ein alternatives Leben und auch sprachübergreifend war es für uns eine Überraschung, wie die Performance ankommt. Anne wird sogar von einer Malerin umarmt, da ihr eben die Worte fehlen. Die mexikanische Sängerin zeigt auf ihr Herz und es ist klar, dass sie uns gerne genauer erklären möchte.
Der Abend klingt für uns mit einem mexikanischen Teller, deutschem Rotkäppchen Sekt und einem akustischen lateinamerikanischen Konzert aus. Es ist im September so warm, wie zu einem lauen Sommerabend. Ich schaue nach oben und entdecke die beleuchtete alte Steindorfkirche. Die Stimmung wird romantisch und magisch.
Zum Abschluss wird noch Manu Chau aufgelegt und getanzt – ein letztes Lied –
„Ciaou“, der Abschied ist herzlich und wir gehen glücklich und zufrieden.
Doch ist der Abend noch nicht zu Ende. Im Auto bricht der Regen über uns ein und gleichzeitig ist es so nebelig, dass wir gefühlt durch eine Wolke fahren. Die Stimmung ist angespannt, aber gut. Es wird gesungen während es bei strömenden Regen, in Sandalen, durch Regenbäche, im Dunkel, den Berg hinunter nach Hause geht. Eine überraschende Stimmungswendung und ein Abend der noch lange nach schwingt.
Ein großen Dank an Frida & Simone, die für uns diesen magischen Abend organisiert haben!

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